Ausbildung zum Jobcoach für die berufliche Integration bei beeinträchtigtem Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten

Ihre Vorteile

1.Wissenschaftliche Weiterbildung aus erster Hand
2.Interdisziplinärer Fachaustausch
3.Erweiterung Ihres Qualifikationsprofils

Ihre Investition

-Grundkurs: 2 Präsenztage mit jeweils 8 UE für
720 € (umsatzsteuerbefreit), inkl. Kursmaterialien, Verpflegung und Zertifizierung durch Prof. Lauth
-Ergänzungskurs: 1 Präsenztag (8 UE) für 320 €, inkl. Kursmaterialien, Verpflegung und Bescheinigung

Tipp

Fortbildungskosten (einschließlich Fahrt- und Unterbringungskosten, Verpflegungsmehraufwand) können als Werbungskosten von der Einkommenssteuer abgesetzt werden.

Kostenübernahme

Gegebenenfalls ist auch eine Kostenübernahme durch Ihren Arbeitgeber möglich oder Sie können anderweitige finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen (z. B. Bildungsgutschein in NRW)

Kursausschreibung zum Download

kursausschreibung_jobcoach

Ziele und Inhalte der Weiterbildung

In dieser Weiterbildung werden Sie dazu befähigt, das Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten nachdrücklich und teilhabeorientiert zu fördern. Hierzu erlernen Sie Maßnahmen, die sich an die Betroffenen selbst richten (z. B. Aufklärung, Förderung von Selbstmanagement, Schulung von Planung und exekutiver Kontrolle) sowie Methoden, die die Arbeitsumgebung optimieren (z. B. Weisungen geben, Arbeitsabläufe gestalten, Organisation, Rückmeldung). Die Integration der betroffenen Menschen soll durch einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen gefördert werden.

Im Kurs werden diese Methoden bezogen auf Ihre Weiterbildungsbedürfnisse anschaulich und leicht übertragbar vermittelt.

Der Kurs wendet sich an psychosozial sowie pädagogisch und therapeutisch vorgebildete Fachkräfte, die Menschen im Rahmen einer Ausbildungs- oder Arbeitsmaßnahme betreuen. Dazu gehören etwa:

  • AusbilderInnen
  • Personalverantwortliche (Führungsebene, Vorgesetzte, Kollegen)
  • PädagogInnen in Berufsausbildung außerbetriebliche Einrichtungen (BaE) oder in ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH-Maßnahmen)
  • Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte
  • MitarbeiterInnen beispielsweise bei IHK und HWK
  • BerufsschulsozialarbeiterInnen
  • ErgotherapeutenInnen
  • ArbeitserzieherInnen
Programm

Die Weiterbildung erfolgt in drei Phasen:

  1. Präsenzphase: Zweitägiger Kurs (16 Unterrichtseinheiten)
  2. Praxisphase: Eigene praktische Anwendung (Fallarbeit)
  3. Zertifizierungsphase: Telefonische Abnahme der Fallarbeit und Feedback

Danach werden Sie die vermittelten Inhalte und Methoden selbstständig und fachgerecht anwenden können.

Präsenzphase: 1. Tag

  • Arbeitsrechtliche Grundlagen im Jobcoaching
  • Aufgaben und Phasen beim Jobcoaching (u. a. Auftragsklärung, Ziele und Ausgangssituation, Zuweisungskontext) sowie Strukturierung der Einzelsitzungen
  • Beziehungsaufbau zum Coachee (z. B. eigene Rolle, Rollenreflexion, validierende und wertschätzende Gesprächsführung)
  • Einbeziehung von Vorgesetzten und KollegInnen in das Coaching (Indikation, Ziele, Voraussetzungen, Gefahren)
  • Beispiele aus der Berufspraxis (Austausch, Diskussion, Plädoyer für ein überregionales Netzwerk des Coaches)
  • Überblick über psychische Störungen (u. a. Depression, Autismus, ADHS, Anpassungs- und Persönlichkeitsstörungen)
  • Aufarbeiten der Arbeits- und Lernbiographie des Coachee (z. B. Erfolge / Scheitern, Erwartungen, Abstieg, Wendepunkte, Ungewissheiten)
  • Umgang mit Krisen, Armut, Behinderung beim Coachee
  • Ressourcenanalyse und Maßnahmen zur Ressourcenaktivierung (z. B. Lebensziele, Stärken, motivational interviewing)
  • Ergebnissicherung, Stimmungsbild

Präsenzphase: 2. Tag

  • Orientierung / Anpassung an den neuen Arbeitsplatz (z. B. Rollendefinitionen, neue KollegInnen, Struktur der Organisation/Belegschaft, eigene Rolle, Status, Eingewöhnung)
  • Systemische Techniken (z. B. persönliche Netzwerke, Organigramme zum Betrieb)
  • Verhaltensanalyse (z. B. Stress / Belastungsereignisse, Konflikte am Arbeitsplatz, Zeitdruck)
  • Förderung von Selbstmanagement (z. B. Prioritäten setzen, Leuchttürme für den Tag, Tagesgestaltung)
  • Emotionsregulierung / Stresstoleranz (z. B. Vorausplanen, Problemlösen, Emotionswahrnehmung und -differenzierung)
  • Einbeziehung von Vorgesetzten und KollegInnen in das Coaching (Indikation, Voraussetzungen, Gefahren)
  • Besprechung der Fallarbeit
  • Abschlussbesprechung, Regelbildung, Resümee, Evaluation
  • Ende des zweitägigen Kurses und Ausblick auf den ergänzenden Aufbaukurs

Der Kurs endet hier. Ergänzend kann der nachstehende Aufbaukurs gebucht werden, der Übungen zum gewählten Fallbeispiel bereithält.

Ergänzender Aufbaukurs (1 Tag; 8 Unterrichtseinheiten):
Einüben von Vorgehensweisen am eigenen Fallbeispiel

  • Verhaltensanalyse zu schwierigen bzw. erfolgreichen Arbeitssituationen
  • Skripten für schwierige Arbeitssituationen entwickeln
  • Stühlearbeit zu einem konkreten Beratungsthema / Beratungsfall
  • Besuche im Betrieb (z. B. Vorbereitung, eigene Rolle, Auftreten)
  • Gesprächsziele / Gesprächsführung bei der Beratung von Vorgesetzten
  • Selbstreflexion der Rollen (Umgang mit Organisationen, Führungsverantwortlichen, eigene „Baustellen“)
  • Resümee und Regelbildung, Evaluation

Zertifizierungsphase
Individueller Telefontermin nach Ihren Praxisgegebenheiten

  1. Vorstellen Ihres Falles
  2. Rückmeldungen über die Fallarbeit
  3. Klärung verbliebener Fragen
  4. Zusendung des Zertifikates
Ihre Lerngewinne auf einen Blick

Nach erfolgreicher Kursteilnahme und Zertifizierung können Sie

  • Ihre Rolle als Jobcoach bestimmen und anderen Personen mitteilen
  • die Ressourcen von MitarbeiterInnen anhand einer Potentialanalyse einschätzen
  • die Ressourcen der MitarbeiterInnen wirksam unterstützen
  • das Selbstmanagement der Coachees wirksam fördern (Entscheidungen treffen, Impulskontrolle ausüben, Prioritäten setzen, Zeitpläne und Kalender führen, Vorausplanen, Ziele setzen)
  • die Integration der MitarbeiterInnen in den Arbeitsplatz durch gezielte Maßnahmen fördern (Selbstmanagement, Perspektivenentwicklung, systemische Techniken etc.)
  • Schwierigkeiten in der Integration professionell verorten und geeignete Maßnahmen zur Abhilfe entwickeln (z. B. Verhaltensanalyse, Skripten entwickeln, Kommunikationsregeln vereinbaren, Übungen zum sozialen Problemlösen)
  • die Stresstoleranz dieser MitarbeiterInnen erhöhen (Entspannungsübungen, Vorausplanungen)
  • außerdem lernen Sie die Hintergründe der wichtigsten psychischen Störungen kennen (z.B. ADHS, Depression) und können diese in Ihrer Beratung berücksichtigen.
Ihre Vorteile im Einzelnen
  • Sie werden von fachpraktisch erfahrenen und wissenschaftlich qualifizierten Kursleitern geschult
  • Sie lernen auf der Grundlage von Standardwerken bzw. Standardmethoden (z. B. Lauth & Minsel, 2006; Lauth, Grünke & Brunstein, 2014)
  • Sie können eine stärkere Professionalisierung und Profilbildung in Ihrer beruflichen Praxis erzielen
  • Sie werden zu einem Spezialisten für die berufliche Integration und können Ihre Erfahrung in Ihrem Team weitergeben
  • Sie haben die Gelegenheit zum Fachaustausch mit TeilnehmerInnen verschiedener Berufsgruppen
  • Sie arbeiten intensiv und weitgehend an eigenen Praxisbeispielen und können das Gelernte unmittelbar in Ihren eigenen Berufsalltag übertragen
Unsere Leistungen
  • Zweitägiger Grundkurs (16 Unterrichtseinheiten)
  • Handout der verwendeten Folien und Materialien
  • Zertifizierung der Fortbildung durch Prof. Lauth
  • Verpflegung während der Kaffeepausen (Getränke und Snacks)

Vergabe des repräsentativen Zertifikates „Jobcoach zur beruflichen Integration bei beeinträchtigtem Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten“

Ein ergänzender Aufbaukurs (8 Unterrichtseinheiten) mit Übungen zum gewählten Fall- bzw. Beratungsbeispiel wird angeboten und kann zusätzlich gebucht werden (siehe oben Aufbaukurs).

Buchungsmodule: